
Vom 30.01. bis zum 02.02.2026 ging es für 20 Schüler:innen der Q4 der Engelsburg ein letztes Mal innerhalb ihrer Schulzeit ins Bergkloster Bestwig. Dort durften wir vier Tage verbringen, um uns intensiv auf unser Abitur vorzubereiten.
Bereits in der Unterstufe fuhren wir das erste Mal nach Bestwig, um den Orden der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel kennenzulernen. Nun kehrten wir dorthin zurück, um für die anstehenden Abiturprüfungen zu lernen.
Am Freitagnachmittag fuhren wir in Fahrgemeinschaften ins Sauerland und trafen am frühen Abend im Kloster ein. Nach einer kurzen Einführung besuchten wir die Vesper und erkundeten das Bergkloster. Nach einem gemeinschaftlich gestalteten Abendimpuls begann unsere freie Arbeitszeit. Im Haus der Begegnung, in welchem wir untergebracht waren, wurden uns mehrere großräumige Tagungsräume und eine Teeküche zur Verfügung gestellt. Herr Dr. Lecke stand uns jederzeit mit Unterstützung zur Seite.
Die folgenden Tage wurde fleißig gelernt, an unserem Abibuch gebastelt und an die gemeinsame Schulzeit gedacht. Die noch verbleibenden zwei Monate Schulzeit schienen uns plötzlich schwindend gering und erinnerten uns daran, dringend mit dem Lernen anzufangen.
In den Pausen ging es auf den weitläufigen eingeschneiten Hügeln des Klosterparks Schlittenfahren, abends wurden Spieleabende veranstaltet und wir haben uns in Lernpausen häufig auf Spaziergängen die Beine vertreten. Auch der Tischkicker im Eingangsbereich hat für viel Freude gesorgt. Zudem hatten wir jeden Tag die Möglichkeit Laude, Mittagsgebet und Vesper der Ordensgemeinschaft zu besuchen.

,,Kommt alle!“ So begegneten uns die Ordensschwestern, die uns mit offenen Armen an ihrem Alltag und Gottesdienst teilhaben ließen. Ein besonderes Highlight war eine Klosterführung mit Schwester Maria Ignatia Langela. Sie leitete 16 Jahre lang das Engelsburg Gymnasium in Kassel. In der Krypta erzählte sie uns von ihrem Lebensweg zur Ordensschwester und ihrem unvorhergesehenen jedoch sehr erfolgreichen Mathematik- und Physikstudium. Sie zeigte uns, wie überraschend, bereichernd und vielfältig ihr Leben als Ordensschwester ist.

Neben den Erzählungen über die Geschichte des Bergklosters begeisterte sie unsere Gruppe mit einer Führung durch die Dreifaltigkeitskirche, die nicht nur mit ihrer Symbolkraft, sondern auch ihrer Liebe zum Detail beeindruckte. Ebenfalls bemerkenswert sind die Kunstwerke der Schwestern, die die Wände des Klosters zieren.
Wir bedanken uns bei den Schwestern für ihre unglaublich herzliche Gastfreundschaft. Danke, dass wir bei Ihnen im Kloster, umgeben von unseren Mitschüler:innen, Kraft und Motivation für die kommende Prüfungsphase zu schöpfen durften!
Sehr dankbar sind wir für Herrn Dr. Lecke und seiner Frau, die jährlich die Betreuung dieses Wochenendes übernehmen.
Ich wünsche allen Abiturient:innen viel Erfolg!
Lotta Kurzenknabe, Q4
(Fotos: SMMP)


