
Wir nehmen Abschied von unserem Kollegen Winfried Müller, der über viele Jahrzehnte das Leben und Lernen an der Engelsburg geprägt hat. Seit 1986 war er Lehrer für Französisch und Geschichte und hat in beiden Fächern mit hoher Fachkompetenz, Leidenschaft und Verlässlichkeit Maßstäbe gesetzt.
Nach ersten beruflichen Stationen beim Technischen Hilfswerk, an der RWTH Aachen und an der Universität Rouen kam er – eher zufällig, wie er selbst einmal sagte – an die Engelsburg. Was zunächst als Zwischenstation gedacht war, wurde für 36 Jahre zu seiner beruflichen Heimat.
Mit seiner rheinischen Art, seiner Zugewandtheit und einem feinen Sinn für Humor prägte er das Kollegium und Generationen von Schülerinnen und Schülern. Als gebürtiger Aachener blieb er ein Mensch der Grenzregion – sprachlich und kulturell. Seine Begeisterung für Frankreich und seine Kultur war ansteckend, und er verstand es, diese Liebe im Unterricht wie auch auf zahlreichen Austausch- und Kursfahrten nach Frankreich lebendig werden zu lassen.
In der Schule engagierte er sich viele Jahre als Fachvorsitzender in Französisch und Geschichte und übernahm verlässlich zusätzliche Aufgaben, etwa als Kartenbeauftragter. Winfried Müller war kein Mensch, der Karriere machen wollte – vielmehr lag ihm daran, Inhalte zu vermitteln, junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und Kolleginnen und Kollegen mit Rat und Tat zu unterstützen.
Wer ihn kannte, erinnert sich an seine hohe fachliche Präzision, seine faire Art, seine kollegiale Haltung und seinen Stil – im Denken wie im Auftreten. Schüler:innen wie Kollegium schätzten seine Verlässlichkeit, seine offene, manchmal nachdrücklich geäußerte Meinung und seine lebensbejahende, menschliche Haltung.
Wir werden Winfried Müller als engagierten Lehrer, loyalen Kollegen und herzlichen Menschen in Erinnerung behalten – einen, auf den man sich verlassen konnte, wenn es darauf ankam, und der mit Leidenschaft Lehrer war.


