Am 14. Juni 2026 machten sich rund 80 Schülerinnen und Schüler des Engelsburg-Gymnasiums – zwar etwas müde, aber voller Vorfreude – gemeinsam auf den Weg nach Taizé, einem kleinen Ort im französischen Burgund.
Begleitet wurde die Gruppe von einem vielfältigen Team aus erfahrenen und neuen Taizé-Fahrenden, darunter einem Lehramtsstudenten für Katholische Religion der Uni Kassel, zwei Lehrerinnen unserer Schule, einer Referendarin, einer ehemaligen Lehrerin der Schule sowie einer Ehrenamtlichen, die sich den Wunsch erfüllte, Taizé einmal selbst kennenzulernen.
Vor Ort bestimmten die gemeinsamen Gebete dreimal am Tag, Bibeleinführungen und die darauffolgenden Gesprächsgruppen den Tagesablauf. Besonders eindrucksvoll war die Nacht der Lichter am Samstagabend, bei der die Kirche nur vom Schein vieler Kerzen erhellt wurde – dadurch entstand eine ganz besondere Atmosphäre. Am Sonntagmorgen feierten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Eucharistie, die für einen besinnlichen Abschluss der Woche sorgte. Zusätzlich bestand am Samstagabend die Möglichkeit, im Dorf an einem evangelischen Gottesdienst mit Abendmahl teilzunehmen, ein Angebot, das einige gerne wahrnahmen.
Neben den festen Programmpunkten blieb viel Zeit für Begegnungen mit Menschen anderen Menschen, zum Teil aus unterschiedlichsten Ländern. Gerade diese Gespräche, der gemeinsame Austausch und das einfache Leben vor Ort machen Taizé für viele zu einer besonderen Erfahrung.
Die Temperaturen zwischen 32 und 38 Grad konnten wohl kaum ignoriert werden. Momente der Pause im Schatten mit einem kühlen Getränk oder Eis wurden dafür umso mehr geschätzt.
Auch beim Essen gab es dieses Jahr positive Überraschungen: Obwohl die Mahlzeiten weiterhin bewusst schlicht gehalten wurden, fanden viele, dass sie schmackhaft waren – eine Erfahrung, dass Einfachheit oftmals genug ist.
Zu guter letzt sorgte auch die Rückreise am 21. Juni für gute Stimmung. Sie fühlte sich deutlich kürzer an als die Hinfahrt und unser schwäbischer Busfahrer trug mit seinem Humor und seinen lockeren Sprüchen dazu bei, dass die Heimfahrt für viele ein ausgelassenes Ende nahm.
Vermutlich nahmen alle mehr mit nach Hause als nur ihr Gepäck: neue Bekanntschaften, viele gemeinsame Erlebnisse, Momente der Ruhe, der Stille und des Nachdenkens sowie auch die Erfahrung, wie bereichernd eine Woche sein kann, in der Gemeinschaft, Einfachheit und Glaube im Mittelpunkt stehen.
(Bericht von Lilly Ressel, Q2)



