Geschichte, Kunst und Kultur nicht nur im Unterricht kennenlernen, sondern an authentischen Orten erleben: Unsere Fahrt nach Köln bot den Schülerinnen und Schülern der Klasse 10b vielfältige Möglichkeiten, die Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken und gemeinsam zu lernen.
Bei einer Stadtführung erkundeten wir Kölns lange Geschichte und stießen rund um den Dom und das Rheinufer auf zahlreiche Spuren der Vergangenheit. Besonders interessant waren dabei die römischen Wurzeln der Stadt, die bis heute im Kölner Stadtbild sichtbar sind.
Ein zentraler Bestandteil der Fahrt war der Besuch des NS-Dokumentationszentrums im EL-DE-Haus, der ehemaligen Gestapo-Zentrale. Bei einer Führung durch die erhaltenen Gefängniszellen wurde die Geschichte des Nationalsozialismus auf eindringliche Weise greifbar. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit den Schicksalen der Verfolgten auseinander und beschäftigten sich mit Fragen von Erinnerung, Verantwortung und Menschenrechten.
Im Kollwitz Museum Köln stand anschließend die Verbindung von Kunst und gesellschaftlichen Themen im Mittelpunkt. In einem Workshop konnten die Schülerinnen und Schüler sich kreativ mit den Werken Käthe Kollwitz’ auseinandersetzen und eigene Gedanken und Perspektiven entwickeln.
Abgerundet wurde das Programm durch einen Besuch im Schokoladenmuseum sowie durch weitere, individuell ausgewählte Museen.
Dadurch blieb auch Raum für persönliche Interessen und eigene Entdeckungen.
Unsere Fahrt nach Köln hat gezeigt: Lernen findet nicht nur im Klassenraum statt.


Historische Orte, Kunstwerke und kulturelle Einrichtungen eröffnen besondere Zugänge zu Geschichte und Gesellschaft. Sie ermöglichen es, Vergangenes zu verstehen, Fragen an die Gegenwart zu stellen und gemeinsam über Verantwortung und Zusammenleben nachzudenken.
Köln war damit mehr als ein Ausflugsziel: Die Stadt wurde zum außerschulischen Lernort, an dem Geschichte erlebt, Kultur entdeckt und gemeinsames Lernen lebendig wurde.
Markus Junghans (Koordinator für politische Bildung und Erinnerungskultur an der Engelsburg)




