
Schüler:innen der Q2 der Engelsburg nahmen am 20.02.2026 gemeinsam mit Netzwerk der nord- und osthessischen Europaschulen an einem kommunalpolitischen Planspiel teil. Die Veranstaltung wurde von der Evangelische Akademie Hofgeismar organisiert und durchgeführt.
Im Mittelpunkt standen zwei fiktive, aber realitätsnahe Szenarien aus der Stadt „Katzenhausen“, die typische Zielkonflikte kommunaler Demokratie verdeutlichten:
Zum einen ging es um die Zukunft des sogenannten „Knie-Geländes“, einer ehemaligen Industriebrache zwischen Wohnquartier und Gewerbegebiet. Hier standen sich die Schaffung dringend benötigten Wohnraums und der Erhalt eines gewachsenen Kultur- und Freiraums gegenüber.
Zum anderen diskutierten die Teilnehmenden die geplante Verlängerung einer Straßenbahnlinie durch den Kiesgrund-Wald. Dieses Szenario machte den Spannungsbogen zwischen Mobilitätsgerechtigkeit und Klimazielen einerseits sowie Natur- und Naherholungsschutz andererseits deutlich.
In unterschiedlichen Rollen – etwa als Stadtverordnete, Vertreter*innen von Bürgerinitiativen oder Wirtschaftsakteur:innen – entwickelten die Schüler:innen Argumente, führten Verhandlungen und suchten nach tragfähigen Kompromissen. Dabei erhielten sie einen praxisnahen Einblick in kommunalpolitische Entscheidungsprozesse.
Die Erfahrungen aus dem Planspiel wurden von allen Beteiligten als äußerst spannend und bereichernd wahrgenommen. Die Veranstaltung hat nicht nur politische Abläufe anschaulich gemacht, sondern hoffentlich auch das Interesse an kommunalpolitischen Themen nachhaltig gestärkt.
Markus Junghans, Koordinator für politische Bildung an der Engelsburg







